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Mein Ziel: Bad Wildungen als Kurort der Zukunft gestalten

Bad Wildungen ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts von einem kleinen Heilbad zu Deutschlands zweitgrößtem Kurort geworden. Die Zeit dieses Aufstiegs prägt heute das Bild der Stadt. Die Jugendstil-Architektur, die Brunnenallee mit den großen Linden, der Kurpark, Wandelhallen und die vielen Quellen verbinden viele Einwohner und Gäste mit der Stadt.

Das Wort „Kurort“ weckt die Idee über einen Ort, an dem man etwas für die eigene Gesundheit tun kann, und in dem man sich wohlfühlen, aber auch Spaß haben kann. Diese Idee hat in der Vergangenheit viele Gäste nach Bad Wildungen gelockt und den Einwohnern ein Einkommen gesichert.

Doch der Aufstieg hat aufgehört.  Die aktuelle Diskussion um die Zukunft des Heloponte zeigt deutlich, dass vielen Einwohnern und auch führenden Politikern das mit dem „Kurort“ scheinbar nicht wichtig ist. Aber stimmt das?

Ich möchte die Entwicklung von Bad Wildungen zum „Kurort der Zukunft“ anstoßen. Deshalb kandidiere ich als Bürgermeisterin 2018. Meine Arbeits-Maxime ist „Zusammenführen statt Spalten“.

Ich gehe davon aus, dass Ziele die ich selbst anstrebe, nur ein möglicher Aspekt für Entscheidungen sein können. Die Zusammenarbeit mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, den Einwohnern und Gewerbetreibenden der Stadt ist für mich die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Arbeit.

Veränderungen sind nicht immer leicht. Die Menschen zu überzeugen von Chancen und Vorteilen neuer Vorhaben ist mir ein wichtiges Anliegen, denn oft muß auch Gewohntes und Liebgewonnenes aufgegeben werden. Dazu braucht es Vertrauen, dass das Neue Gutes mit sich bringt. Dieses Vertrauen aufzubauen traue ich mir zu.

Einbringen kann ich Erfahrungen aus der mittelständischen Wirtschaft und größeren Unternehmen, aus  Digitalisierungs-Projekten, aus dem ersten und dem zweiten Gesundheits“markt“, aus aktiver politischer Arbeit auf kommunaler und Landesebene, aus der Betreuung von Gesundheit suchenden Menschen und Gästen der Stadt Bad Wildungen. Dazu kommt die Sichtweise sowohl aus der Beratung in persönlichen Lebensfragen als auch beispielsweise dem betrieblichen Qualitätsmanagement.

Mein Vorbild ist Thomas Trachte, Bürgermeister von Willingen – er sagte zu Bestätigung seiner Wieder-Kandidatur 2016: „Alle wichtigen, richtungsweisenden Projekte und Maßnahmen wurden parteiübergreifend mit den Kommunalpolitikern besprochen und in fast allen Fällen sogar einstimmig beschlossen.“ Ich würde ich mir sehr wünschen, dass eine solche Aussage ab 2018 über die Bürgermeisterin von Bad Wildungen gesagt werden kann. Dafür bin ich bereit, meine ganze Kraft und Kompetenz einzusetzen.

Die vielen offenen Baustellen und Bad Wildunger Dauer-Streitthemen möchte ich mit dem gemeinsamen Nenner „Kurort der Zukunft“ lösen. Das bedeutet, die Interessen der Einwohner zusammenzubringen mit der Förderung des Kurort-Tourismus, der die wirtschaftliche Basis der Stadt ist, und die Haupteinnahmequelle vieler Bewohner. Das sind zum Beispiel ein Kurhaus als Veranstaltungsort, ein neues Hotel, eine Familien-und Gesundheitsbad mit Hotel-Anbindung, neue Wohnungen in Stadtnähe für die Menschen, die hier arbeiten oder ihren Lebensabend verbringen. Das Freizeitangebot soll auch für Kinder und Jugendliche attraktiv sein, mit Indoor – und Outdoor-Aktivitäten, die Kino und Eisbahn ebenso beinhalten können wie  Kletterwände und Downhill-Strecken.

Jede Investition der Stadt muß auch neue Einnahmen aus dem Tourismus erschließen – sei es für die Stadt, für Gewerbetreibende und Beschäftigte in Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel.

Alle touristischen Angebote müssen auch den Einwohnern zugute kommen. Die Menschen, die permanent ihre Heimat, ihre Stadt, mit Gästen teilen, sollen sich nicht benachteiligt fühlen. So entwickelt sich ein positive Stimmung, die die Gäste spüren und die Teil des besonderen Flairs der Kurstadt ist.

Eine positive Stimmung und eine hohe Lebensqualität sind auch das Kapital, das die Stadt braucht, um attraktiv zu sein für motivierte Pflegekräfte und Ärzte für die vielen Kliniken, den medizinischen Kern des Kurorts. Und natürlich brauchen wir auch gut bezahlte Arbeitsplätze in Dienstleistungs- und industrienahen Technologiebereichen. Diese zu schaffen und zu erhalten erfordert viel Kreativität, damit Bad Wildungen im Wettbewerb mit den großen Städten und Ballungszentren überhaupt wahrgenommen wird – das ist mein Anspruch an modernes Kurort – Stadtmarketing. Dabei sollten junge, aber eben auch riskante Unternehmen angesprochen werden, ebenso wie etablierte größere Unternehmen. Die Digitalisierung bietet eine Chance, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen – dieses Potential des Kurorts möchte ich gern erschließen. Denn noch immer ist Nordhessen und auch Bad Wildungen eine einkommensschwache Region. Das muß sich unbedingt ändern.